Über Mich

Seit meiner Kindheit habe ich große Freude an verschiedensten Konstruktionsprojekten. So war vom Stirlingmotor aus Haushaltsmaterialien bis hin zum Kaffeeröster aus Edelstahl schon so einiges dabei. Ich motorisierte Fahrräder und Seifenkisten und irgendwann auch eine Honigschleuder.

Im Jahr 2012 landete ich mit einem U-Boot aus Abwasserrohren im Bundesfinale von Jugend forscht, belegte sogar den 4. Platz und bekam den Sonderpreis für eine besondere technische Leistung.

Da ich mich schon immer für das Bootfahren begeisterte, als Schüler aber weder Auto noch Führerschein besaß, konstruierte ich das Boat to Go – einen Mini-Katamaran, den ich werkzeuglos zerlegen und wie einen Rucksack auf dem Rücken tragen konnte. Zwar blieben die Füße selten trocken, doch Tagestouren von 50 km Länge sowie der 3. Platz im ihp-Forschungspreis 2013 waren trotzdem drin.

Ab 2014 studierte ich Maschinenbau an der TU Dresden und wählte die Vertiefung Schienenfahrzeugtechnik – ein Fachgebiet, was mir vom technischen Blickwinkel aus gefällt.

Schienenfahrzeuge sammeln über Jahrzehnte hinweg tausende Betriebsstunden jenseits von geschützten Werkstatt- oder Produktionshallen, erleben stark intermittierende Belastungen und müssen unvorhergesehenen Ereignissen standhalten. Im Schienenfahrzeugbau schließen sich Einfachheit und Hochwertigkeit nicht gegenseitig aus und das, was simpel aussieht, ist oft besonders durchdacht.

Seit 2020 bin ich Diplomingenieur und hauptberuflich für die Dresdner Verkehrsbetriebe AG tätig. Hier kümmere ich mich vorwiegend um die Straßenbahnsonderfahrzeuge, die ein oder andere spezielle Berechnung und betreue das Straßenbahnmuseum Dresden von fachlicher Seite.

Doch auch der Uni blieb ich, zumindest stundenweise, noch eine Weile treu. An der Professur für Technik spurgeführter Fahrzeuge arbeitete ich am Umbau des Versuchsstands für Dieselantriebstechnik mit. Verschiedene Experimente können dort an einem originalgroßen Antriebsstrang mit hydromechanischem Lastschaltgetriebe durchgeführt werden.

Inzwischen betreibe ich nebenberuflich das Ein-Mann-Ingenieurbüro Simchen’s Maschinenkonstruktion. Ein Anlass war sicher das Entwicklungsprojekt Fahrdrahtschmiergerät, doch auch Prototypen branchenferner Entwicklungen werden schon fleißig getestet.

Ich weiß auch nicht, wie das immer passiert, aber irgendwie finden mich die Projekte von ganz allein...

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